Am Pixbusch
2026
Die Arbeit verhandelt Verletzbarkeit als existenzielle Erfahrung zwischen Schutz und Verwundung. Die körpergroße Stahlskulptur erinnert zunächst an eine abstrahierte Rüstung: abweisend, schützend, widerständig. Doch die seitlichen Perforationen durchbrechen diese Schutzbehauptung und lassen das robuste Material verwundbar erscheinen.
Ihr gegenüber steht eine aus Wachs gegossene Pistole, deren formbares Material die gewohnte Symbolik von Gewalt und Macht verschiebt. Im Lauf der Waffe befindet sich die Fotografie eines Altenheims, die Fragen nach Erinnerung, Verlust und Trauer aufruft.
Zwischen Stahl und Wachs entsteht ein materieller Rollentausch: Das Fragile behauptet Präsenz, während das Robuste seine Verletzbarkeit offenlegt.
Ausstellungsansicht "Verletzbare Subjekte", Ausstellungshalle der KhK
Stahl, Wachs
175 x 45 cm